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Estrich als Trittschalldämmung

Sitzt man in seinem Wohnzimmer, möchte man ungern jeden einzelnen Schritt aus dem darüber liegenden Zimmer hören. Vorbeugen kann man dem mit einer Trittschalldämmung durch geeignete Estrichplatten. Für einen ebenen Fußboden, ganz gleich ob Teppichboden oder Parkett, ist ein ebener Untergrund erforderlich. Der Estrich schafft hierzu durch seine Artenvielfalt und verschiedenen Anwendungsweisen sehr günstige Voraussetzungen. Estrich wird nach der Beendung der Rohbauarbeiten in das Gebäude eingebacht. Im Wesentlichen wird hierbei zwischen drei Estricharten unterschieden. Dem Trockenestrich, dem Anhydrit- oder Fließestrich und dem Zementestrich. Bei Neubauten kommt vor allem der Zement- und Anhydritestrich zum Einsatz, während für die Sanierung oder Renovierung von Altbauten meist Trockenestrich verwendet wird. Diese drei Estricharten werden auf die verschiedensten Weisen in den Fußbodenaufbau eingebracht. Hierbei werden die Estriche nach der Art ihrer Verarbeitung in vier Gruppen unterteilt. Der Verbundestrich verfügt über eine direkte Haftung mit dem Untergrund und eignet sich besonders für Böden, die hohen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Die zweite Gruppe bildet der Estrich auf Trennschicht, bei dem die Estrichplatte und der Untergrund durch einen Folie getrennt wird. Dadurch, dass keine direkte Verbindung zwischen dem Untergrund und der Estrichplatte gegeben ist, können die Estrichplatten auch bei Temperaturschwankungen nicht ungehindert gleiten. Diese Art der Ausführung findet man überwiegend im Außenbereich bei der Verarbeitung von Zementestrich wieder. Eine weitere Art ist der Estrich auf Dämmschicht, mit dem die Raumwärme nicht entweichen kann und für eine Trittschalldämmung gesorgt wird. Die vierte Gruppe bildet der Heizestrich, bei dem es sich um eine spezielle Form des schwimmenden Estrichs handelt, der auf einer Dämmschicht verlegt wird. Diese Variante eignet sich hervorragend, wenn eine Fußbodenheizung geplant ist.